Deutscher Fahrradpreis 2019 / Scheuer verleiht Preis für Fahrradfreundlichste Persönlichkeit an Max Raabe

Deutscher Fahrradpreis 2019 / Scheuer verleiht Preis für Fahrradfreundlichste Persönlichkeit an Max RaabeDresden (ots) – Die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2019
stehen fest. Bundesminister Andreas Scheuer, Martin Dulig,
Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr,
Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Geschäftsbereich
Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der
Landeshauptstadt Dresden und Christine Fuchs, Arbeitsgemeinschaft
fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in
NRW (AGFS) übergaben auf dem Nationalen Radverkehrskongress in
Dresden die Gewinnerpreise.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale
Infrastruktur: “Mit dem Deutschen Fahrradpreis wollen wir gute und
innovative Projekte zur Förderung des Radverkehrs bei
Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt machen und für das
Radfahren werben. Deshalb zeichnen wir jedes Jahr neben den
Beispielen aus der Praxis auch die Fahrradfreundlichste
Persönlichkeit aus – eine Art Botschafter für das Rad. Ich freue
mich, diesen Preis heute an Max Raabe zur verleihen. Es gibt wenig
überzeugtere Radfahrer als ihn. Er radelt nicht nur das ganze Jahr –
egal ob es stürmt oder schneit. In seinem Song “Fahrrad fahr’n”
besingt er seine Liebe zum Rad auch noch mit Zeilen wie “Manchmal
läuft im Leben alles glatt – Vorausgesetzt, dass man ein Fahrrad
hat.”

Die fahrradfreundlichste Persönlichkeit ist eine meinungsbildende
Person, die sich in der Öffentlichkeit als Fahrradfahrer bekennt und
damit das Image dieses Verkehrsmittels in besonderer Weise aufwertet.

Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und
der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte,
Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Als Partner und Sponsoren
des Wettbewerbs engagieren sich der Zweirad-Industrie-Verband e.V.
(ZIV) und der Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF).

Einmal im Jahr zeichnet “Der Deutsche Fahrradpreis” die besten
Projekte der Radverkehrsförderung in den Kategorien “Infrastruktur”,
“Service” und “Kommunikation” aus. Der erste Platz jeder Kategorie
ist mit 3.000 Euro dotiert. In diesem Jahr gingen 110 Bewerbungen für
die bundesweite Auszeichnung ins Rennen. Außerdem werden die
“Fahrradfreundlichste Persönlichkeit” sowie die Gewinner eines
Fotowettbewerbs geehrt.

In der Kategorie Infrastruktur belegt das Projekt
“Weiterentwicklung des Regionalen Radwegenetzes in der Metropole
Ruhr” den ersten Platz.

Aus einem touristisch geprägten Radverkehrsnetz soll für die
Metropole Ruhr als größten Ballungsraum Deutschlands ein Radwegenetz
für den Alltagsverkehr geschaffen werden. Für das künftige Netz mit
rund 1.800 Kilometer gibt es bereits einen Bedarfsplan.

Das Projekt “Radwelle” aus der Stadt Oberhausen belegt den zweiten
Platz. An 22 Ampeln werden Fahrradfahrer automatisch erkannt. Dadurch
wird bei freier Fahrbahn von der Ampel selbst eine grüne Welle für
sie ausgelöst.” Der dritte Platz geht an das Berliner Projekt
“Regelplan Lastenfahrradparkplatz”. Das Bezirksamt Neukölln schafft
für die Bewohner einen Anreiz, Lastenräder im Rahmen eines
Pilotprojekts sicher im öffentlichen Raum abzustellen.

In der Kategorie Service kann sich das Konzept “Freie Lastenräder”
gegen 39 Mitbewerber durchsetzen. Mit 85 Initiativen, knapp 200
Rädern und mehr als 10.000 Nutzenden ist es das größte
Fahrrad-Verleihsystem, das kostenfrei der Öffentlichkeit zur
Verfügung steht.

Der zweite Preis geht an das Mietradsystem “MVG Rad Landkreis –
Der Landkreis München steigt auf” in Bayern. In 21 Gemeinden
entstehen erstmals im Umland über 160 MVG-Radstationen zur Förderung
des Radverkehrs. Den dritten Platz erhält das Projekt “Fahrrad2Go –
Radmitnahme im Linienbus leicht gemacht!” Durch ein hydraulisches
Halterungssystem können Fahrräder ohne externe Hilfe einfach, schnell
und sicher im Bus mitgenommen werden. Bis Ende des Jahres soll das
System auf insgesamt vier Pilotlinien im Rems-Murr-Kreis der Region
Stuttgart im Einsatz sein.

In der Kategorie Kommunikation räumt das Kölner Aktionsbündnis
“#RingFrei” den ersten Platz ab. Durch eine gezielte Ansprache der
Öffentlichkeit und der Einbindung von Fußgängern, Radfahrern,
Einzelhändlern, Planern, Verwaltungsmitarbeitern und Politik hat das
Bündnis eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht auf den Kölner
Ringen und eine Transformation des Kölner Boulevards unter der Maxime
“eine Spur dem Auto, eine Spur dem Rad und den Fußgängern den Gehweg”
angestoßen.

Den zweiten Platz teilen sich die Projekte “Radmesser” und “Fahr
Rad!

Die Rückeroberung der Stadt” mit einem Preisgeld von jeweils 1.500
Euro. Durch die Förderung vom Medieninnovationszentrum Babelsberg
wurden in Kooperation mit dem Tagesspiegel Daten zum Überholabstand
zwischen Auto- und Radfahrenden veröffentlicht. Ergebnis ist eine
flächendeckende Anzeige der Berliner Straßen für die durchschnittlich
ermittelten Abstände. Der wissenschaftliche Charakter, die gute
Aufbereitung der Ergebnisse und die Kommunikation führten zu einem
hohen Bekanntheitsgrad. Die Ausstellung “Fahr Rad! Die Rückeroberung
der Stadt” des Deutschen Architektur Museums zeigt, dass der
Radverkehr fester Bestandteil der innerstädtischen Architektur ist.

Den Fotowettbewerb gewinnt der Schüler Lennard Prediger. Unter dem
Motto “Radfahren verbindet” wurden aus 400 Einreichungen die besten
Fotos von Amateur-und Profi-Fotografen gesucht. Lennard Prediger
erhielt für sein Foto seiner Großeltern beim E-Bike-Fahren im
Publikumsvoting die meisten Stimmen. Der zweite Platz geht an Simon
Chrobak, der eine jubelnde Gruppe an Lastenradfahrern fotografierte.
Den dritten Platz sichert sich Adrian Ackermann mit einer Aufnahme
von begeisterten Radsportlern, die gemeinsam auf den Gardasee
blicken.

Ausführliche Informationen zu allen Projekten sowie Bilder der
Preisverleihung finden Sie auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de oder
https://www.nationaler-radverkehrskongress.de/ .

Pressekontakt:
DER DEUTSCHE FAHRRADPREIS – best for bike
P.3 Agentur für Kommunikation und Mobilität
Myriam Pretzsch
info@der-deutsche-fahrradpreis.de
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