Ein Prozent vom Umsatz: Lammsbräu bezahlt als erstes Unternehmen Landwirte für Gemeinwohlleistungen

Bezahlung der Gemeinwohlleistungen erg?nzt faire Rohstoffpreise // Lammsbr?u-Bauern erhalten bis zu dreimal mehr f?r Ihre Leistungen als konventionelle Landwirte

Neumarkt in der Oberpfalz, 8. Juli 2024. Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbr?u geht jetzt den n?chsten innovativen Schritt auf dem Weg zur Agrarwende: Ab der n?chsten Anbauperiode bezahlt das Traditionsunternehmen die ?ber 180 Landwirte seiner stetig wachsenden Erzeugergemeinschaft f?r ?kologische Braurohstoffe (EZ?B) f?r deren Gemeinwohlleistungen. Daf?r wendet Lammsbr?u ein Prozent seines j?hrlichen Umsatzes von zuletzt 31,7 Millionen Euro (Kalenderjahr 2023) auf. Die Oberpf?lzer sind damit das erste Unternehmen in Deutschland, das Bauern f?r ihre zus?tzlich zur Lebensmittelerzeugung f?r die Allgemeinheit kostenfrei erbrachten Leistungen direkt monet?r belohnt. Zu diesen Leistungen z?hlt unter anderem der langfristige Schutz des Wassers, der Tierwelt und des Bodens auf ?ber 75.000.000 Quadratmetern der Region, den die Bio-Landwirte der EZ?B mit ihrer ?kologischen Wirtschaftsweise und dem damit verbundenen Aufwand sicherstellen.

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Gesch?ftsf?hrer von Neumarkter Lammsbr?u: “Wir bezahlen den Bauern ab sofort nicht nur f?r die gelieferten Rohstoffe, sondern auch f?r die von ihnen f?r die Gesellschaft erbrachten Leistungen. Damit betrachten wir landwirtschaftliche Wertsch?pfung ganzheitlich und sto?en die Agrarwende in einem entscheidenden Punkt weiter an. Dabei geht es uns zum einen um Sichtbarmachung. Denn leider wird nicht nur in der ?ffentlichen Diskussion oft vergessen, dass Bio-Bauern mehr tun als nur beste Lebensmittel zu erzeugen. Sie erhalten durch ihr ?kologisches Wirtschaften gleichzeitig die Natur und bewahren sie f?r uns alle – auch f?r Menschen, die noch nicht von Bio ?berzeugt sind. Zum anderen sind wir der Meinung, dass sich dieser Mehraufwand f?r die Bauern auch lohnen soll und nicht nur mit einem Schulterklopfen wertgesch?tzt werden darf. Deshalb honorieren wir diese Leistungen jetzt ganz direkt mit einem Prozent unseres Umsatzes und schaffen damit zus?tzliche Anreize f?r Bauern, auf eine ?kologische Wirtschaftsweise umzustellen.”

Die jetzt gestartete Bezahlung der Gemeinwohlleistungen erg?nzt dabei die von Lammsbr?u schon traditionell an seine EZ?B-Bauern gezahlten, fair kalkulierten Rohstoffpreise. Diese gemeinsam auf jeweils f?nf Jahre festgesetzten Preise orientieren sich nicht prim?r an den Preisen der anonymen internationalen Rohstoffb?rsen. Sie sind stattdessen vor allem an den tats?chlichen Bed?rfnissen der regionalen Bio-Landwirte ausgerichtet, damit diese gut wirtschaften und ihre H?fe zukunftsf?hig an kommende Generationen ?bergeben k?nnen. So erhalten die EZ?B-Bauern bis zu 20 Prozent mehr f?r Ihre Rohstoffe als andere Bio-Bauern und sogar bis zu 200 Prozent mehr als konventionelle Landwirte. Die Bezahlungen der Gemeinwohlleistungen ist nun ein weiteres Plus f?r die EZ?B-Bauern. Das sichert auf Bio umgestellte H?fe dauerhaft und wirkt dem grassierenden H?festerben praktisch entgegen.

Karl Stephan, Vorsitzender der EZ?B: “Die Bezahlung der Gemeinwohlleistungen ist der n?chste Meilenstein unserer jetzt schon seit dreieinhalb Jahrzehnten erfolgreich praktizierten Zusammenarbeit auf Augenh?he. Die Ergebnisse dieses fairen und von Vertrauen gepr?gten Miteinanders sprechen schon jetzt f?r sich: Lammsbr?u erh?lt beste Bio-Rohstoffe f?r seine Getr?nke, wir EZ?B-Bauern eine verl?ssliche sowie wertsch?tzende Bezahlung und gemeinsam bringen wir den ?kolandbau und den Naturschutz in der Region immer weiter voran. Das ist aus unserer Sicht eine au?ergew?hnliche Erfolgsgeschichte, der sich mittlerweile nicht umsonst ?ber 180 H?fe angeschlossen haben.”

Die Berechnungsgrundlage: Der gemessene Mehrwert f?r die Gesellschaft

Grundlegend f?r deren Bezahlung ist die laufende Erfassung und detaillierte wissenschaftliche Bewertung aller im jeweils vergangenen Jahr bereits erbrachten Gemeinwohlleistungen der mehr als 180 EZ?B-H?fe. Dabei kommt ein seit 2022 bei Lammsbr?u erprobtes und immer weiter verfeinertes Online-Tool zum Einsatz, das aktuell auf rund 500 Kennzahlen basiert. Die Bio-Landwirte werden unter anderem nach der Form der D?ngung oder der Herkunft von Futtermitteln befragt. Auch Themen wie Arbeitsplatzqualit?t und regionale Vernetzung spielen eine Rolle. Als Ergebnis steht f?r jeden EZ?B-Hof ein individueller “Nachhaltigkeitsgrad” , der Aufschluss ?ber das entsprechende Engagement der Bio-Landwirte gibt und die H?he der Verg?tung des jeweiligen Hofes mitbestimmt. Performt ein Hof zum Beispiel ?berdurchschnittlich, erh?lt er als zus?tzliche Belohnung f?r seinen Einsatz ?berproportional mehr der von Lammsbr?u aufgewendeten Mittel, die ansonsten zu gleichen Teilen und unabh?ngig von der Liefermenge unter den teilnehmenden H?fen aufgeteilt werden.

Entwickelt und erprobt wurde das Vorgehen der Datenerfassung und Auswertung in zwei zusammen mit Regionalwert-Leistungen durchgef?hrten Pilotstudien, in denen zun?chst die Daten von 16 und anschlie?end 27 exemplarisch ausgew?hlten H?fen der EZ?B aufgenommen wurden. Zentrale Ergebnisse waren:

– Die 27 Bio-Betriebe der zweiten Pilotstudie erwirtschafteten Gemeinwohlleistungen von insgesamt 1.442.707 Euro pro Jahr. Bezogen auf die genutzte landwirtschaftliche Fl?che entspricht dies rund 750 Euro pro Hektar.
– Die durchschnittlichen Gemeinwohlleistungen pro Bio-Betrieb der EZ?B beliefen sich auf 53.434 Euro. Der durchschnittliche Nachhaltigkeitsgrad betrug rund 70 Prozent.
– Auf den Bereich ?kologie entfielen pro Betrieb durchschnittliche Nachhaltigkeitsleistungen von 40.479 Euro, auf den Bereich Soziales 4.091 Euro und auf den Bereich Regional?konomie 8.863 Euro.
– Die Pilotstudien zeigten dabei, dass die gr??ten Betriebe nicht automatisch die gr??ten Gemeinwohlleistungen erzielen. Insbesondere kleinere Betriebe leisteten oftmals einen ?berproportional hohen Beitrag.

Johannes Ehrnsperger: “Die Daten sind beeindruckend: Rechnet man die Ergebnisse unserer Pilotstudien konservativ auf unsere gesamte EZ?B hoch, ergibt sich ein Wert von rund 10 Mio. Euro, welcher der Allgemeinheit kostenfrei zu Gute kommt. Das ist eine ganze Menge. Und wenn man die Ergebnisse auf alle 36.535 Bio-Betriebe in Deutschland ?bertr?gt, sprechen wir sogar von rund 1,95 Milliarden j?hrlich, die uns allen von den Bio-Landwirten geschenkt werden. Hier m?chten wir wertsch?tzend etwas zur?ckgeben und das kann man mit jedem Kasten Lammsbr?u aktiv unterst?tzen.”

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