Eine neue Klimahülle macht das ICC Berlin zu einem Energiesparhaus (FOTO)

Eine neue Klimahülle macht das ICC Berlin zu einem Energiesparhaus (FOTO)Berlin (ots) –

Der Berliner Senat hat im Juni acht Entwürfe für das ICC Berlin
der Öffentlichkeit vorgestellt. Einer davon besticht durch einen
spektakulären klimaneutralen Entwurf.

Urheber des Entwurfes ist das Konsortiums um XMediaArt, bestehend
aus internationalen Experten im Kongress- und Konstruktionsbau, sowie
dem Planungsbüro NeunerBoeving aus Berlin Mitte.

Wir wollen das spannende Gebäude innen wie außen erhalten und
wieder zu einem belebten Ort in Berlin machen, sagt Roland Böving.
Aber in dem man es nur saniert, löst man das zentrale Problem der
hohen Betriebskosten nicht. Diese entstehen dadurch, dass der ganze
fast 400m lange und von der Außenwelt abgeschottete Komplex durch
eine zentrale Klimaanlage mit Luft versorgt wird. Was in den 70er
Jahren ein Meilenstein deutscher Ingenieurkunst war, sorgt heute
dafür, dass sich das Gebäude nicht mehr rentabel betreiben lässt.

Löst man das Problem der hohen Kosten der Klimatechnik nicht auf
andere Weise, kann es keine wirtschaftlich sinnvolle Zukunft für das
ICC geben. Es müsste dann dauerhaft subventioniert werden.

Ein machbarer, wie spektakulärer Ansatz kann hier die Lösung
bringen. Roland Böving und Christina Neuner setzen auf eine
transparente Hülle, welche das Gebäude wie ein riesiges Gewächshaus
einschließt. Wie ein Cocoon schützt es das ursprüngliche Gebäude und
dient als Wärmespeicher. Die neue üppige Pflanzenwelt auf dem Dach
des ICC dient als natürlicher Luftfilter. Luft strömt über die
vormals nicht zu öffnenden Fenster ins Gebäude und sorgt für ein
angenehmes Klima. Gefangene Räume werden durch eine neue dezentrale
Klimatechnik mit frischer Luft versorgt.

Eine solche Klimahülle versorgt das Gebäude mit Wärme, Luft und
sogar Strom, welcher aus in der Konstruktion integrierter Solarzellen
gewonnen wird. Durch die neue Hülle wird aber auch neuer öffentlicher
Raum in Mitten von Charlottenburg erschlossen. Der bepflanzte Bereich
auf und vor dem ICC ist so groß, dass dieser als neuer Park genutzt
werden kann. Über Gastronomie- und Eventebenen auf dem Dach des
Gebäudes entsteht eine zusätzliche Nutzung, welche unabhängig vom
Messe- und Kongressbetrieb funktioniert.

Durch die Senkung der Betriebskosten und der vielen neuen
zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten, wird das Gebäude nicht nur
rentabel, sondern kann zu einem weiteren touristischen Hotspot in
Berlin werden. Eine ähnlich große Biosphäre wurde bereits vor 18
Jahren in England realisiert. Das Eden-Projekt in Cornwall zieht
jedes Jahr 2 Mio. Besucher aus aller Welt an.

Wie eine solche Gebäudehülle aussehen muss, sagte Roland Böving
dem RBB am 14.06.2019 in einem Fernseh- und Radiointerview. Die Hülle
darf nicht nur funktional sein. Wir sehen das Gebäude im Kontext mit
seiner Umgebung. Die Stadtautobahn zerteilt diese und hinterlässt
eine sehr große Wunde im Kiez. Günstiger wäre es, die Autobahn vor
dem Gebäude zu überdeckeln und den Neubau einer Klimahülle auch dazu
zu nutzen, Charlottenburg über einen Bürgerpark mit ganzjährig
geöffneter Biosphäre wieder zusammenzuführen.

Die Form und das Erscheinungsbild einer neuen Hülle für das ICC
sollte deshalb organisch und offen sein. “Kinder müssen sagen: Da
will ich rein. Das muss so aussehen, dass sie sagen: Ich will das
alles entdecken.” (RBB24).

Das Gesamtkonzept würdigt nicht nur die Denkmalschutzaspekte des
ICC in vollem Umfang, sondern es stellt in einem durch einen neuen
modernen Anbau auf der Fläche des ehm. Parkhause, alle benötigten
neuen Kongressflächen für die Messe zur Verfügung. Zusätzlich wird
durch einen Bürgerpark vor und in der neuen Biosphäre wertvoller
neuer öffentlicher Raum geschaffen und eine große Wunde in
Charlottenburg, durch die Überbauung der Autobahn, geschlossen.

Weitere Informationen zum Konzept auf
http://www.neunerboeving.de/icc-berlin-vision/

Pressekontakt:
XMediaArt thinktank
Marienstr. 27
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 015234397333
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Roland Böving

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