“Es geht um Menschen wie dich und mich” Rosa Duran (Movement On The Ground) / “Friedman schaut hin: Flüchtlingslager Lesbos” am Donnerstag, den 12. Dezember 2019, um 17.15 Uhr auf WELT (FOTO)

“Es geht um Menschen wie dich und mich” Rosa Duran (Movement On The Ground) / “Friedman schaut hin: Flüchtlingslager Lesbos” am Donnerstag, den 12. Dezember 2019, um 17.15 Uhr auf WELT (FOTO)Berlin (ots) – Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Ein Ort der
Hoffnungslosigkeit, der Verzweiflung. Michel Friedman hat für seine neue
Reportage “Friedman schaut hin: Flüchtlingslager Lesbos” die griechische Insel
besucht und vor Ort mit Flüchtlingen und mit Menschen, die dort helfen,
gesprochen. Alle Gespräche eint eines: Das Bemühen um die Würde, um jeden
einzelnen Menschen, um ein Mindestmaß an menschenwürdigem Dasein und das
Anliegen, nicht alleingelassen zu werden mit der Situation vor Ort.

Die Niederländerin Rosa Duran ist für die Stiftung Movement On The Ground seit
September 2018 auf Lesbos: “Es gibt immer noch viele Menschen, denen das Ausmaß
dieser Situation nicht bewusst ist. Der Krise, die hier stattfindet. Meine
Botschaft wäre: Denkt an diesen Ort und die Menschen hier. Die Leute, die
Zeitungen etc. sprechen viel über Zahlen, aber es geht hier um Menschen wie dich
und mich. Sie verdienen einen würdigen Ort zum Leben, wenigstens für die Zeit,
die sie hier sind.”

Von der mehr als schwierigen medizinischen Versorgung im permanent wachsenden
Lager berichtet Marco Sandrone von Ärzte ohne Grenzen, der seit Juli vor Ort
arbeitet: “Wir sind extrem besorgt über die medizinische Versorgung im Camp.
Ehrenamtliche medizinische Organisationen können die Kranken, wenn ihre
Erkrankungen sehr schwerwiegend sind, an die örtlichen Krankenhäuser überweisen.
Diese sind meist zu überfüllt, oder hoffnungslos unterbesetzt, um den
Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb können sich die Freiwilligen hier im
Lager um die riesige Anzahl häufig auch komplizierter medizinischer Notfälle
nicht angemessen kümmern.” Er ergänzt: “Ich kann ehrlich sagen, dass ich mich
dafür schäme, als Europäer hier zu stehen und zu sehen, wie Länder, die den
Rahmen für Menschenrechte geschaffen und gefördert haben, Menschen so behandeln
können.”

Dimitris Vafeas leitet das Flüchtlingslager Moria. Aus seiner Sicht ist
finanzielle Hilfe allein nicht ausreichend: “Griechenland kann diese Last nicht
allein tragen. Die anderen europäischen Länder müssen darüber nachdenken, aber
mehr Geld und EU-Fonds sind nicht die Lösung. Länder wie Ungarn, Slowenien,
Österreich müssen das Problem mit uns teilen. Es geht um die Würde der
Europäischen Union.”

“Friedman schaut hin: Flüchtlingslager Lesbos” am Donnerstag, den 12. Dezember
2019, um 17.15 Uhr auf WELT Nachrichtensender sowie nach Ausstrahlung in der
Mediathek und in der TV-App.

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