R+V-Infocenter: Beim Putzen Handschuhe und Maske tragen

Frühjahrsputz: Wenn Mäuse krank machen

(Bildquelle: Pixabay)

Wiesbaden, 5. März 2026. Vorsicht beim Frühjahrsputz in Garage, Schuppen oder Gartenhaus: In der kalten Jahreszeit nisten sich dort oft Mäuse ein – und ihre „Hinterlassenschaften“ können Krankheitserreger enthalten. Wer damit in Kontakt kommt oder verunreinigten Staub einatmet, riskiert schwerwiegende Infektionen. Das Infocenter der R+V Versicherung rät deshalb bei solchen Arbeiten zu Atemschutzmasken und Handschuhen.

Mäuse halten keinen Winterschlaf, sind Allesfresser und vermehren sich auch in den kalten Monaten. Besonders wohl fühlen sie sich in ruhigen, wenig genutzten Räumen. Garagen, Schuppen oder Gartenhäuser bieten da ideale Bedingungen. Steht im Frühjahr das Aufräumen an, ist besondere Vorsicht geboten. „Wo Mäuse leben, besteht für Menschen das Risiko einer schweren Viruserkrankung, zum Beispiel durch das Hantavirus“, erklärt Torben Thorn, Arbeitsschutzexperte bei der R+V Versicherung. Das Tückische: Ein direkter Kontakt mit den Tieren ist dafür nicht nötig. Die Hantaviren verbreiten sich meist über staubige Partikel, die Spuren von Kot oder Urin enthalten. Die Erreger können dabei mehrere Tage bis einige Wochen ansteckend bleiben.

Gründliches Reinigen senkt das Infektionsrisiko
Vor dem Reinigen und Aufräumen ist es daher sinnvoll, den Raum mindestens 30 Minuten lang gründlich zu lüften. Beim Reinigen sind Besen und Staubsauger tabu, da sie belasteten Staub aufwirbeln und verteilen. Stattdessen empfiehlt R+V-Experte Thorn, alle Flächen feucht zu wischen. „Das gilt auch, wenn man nicht sicher ist, ob tatsächlich Mäuse im Raum waren.“ Zudem rät er, sicherheitshalber eine FFP2- oder FFP3-Maske und Handschuhe zu tragen, vor allem wenn es stark staubt: „Das Risiko einer Ansteckung ist ja nicht immer offensichtlich.“ Bei erkennbarem Befall bietet ein Einmal-Overall zusätzlichen Schutz.

Wer Mäusekot oder ein totes Tier findet, muss besonders umsichtig vorgehen. Beides sollte angefeuchtet werden, um das Einatmen virusbelasteter Partikel zu verhindern. Anschließend alles mit einer Plastiktüte aufnehmen, diese gut verschließen und über den Hausmüll entsorgen. Danach müssen die betroffenen Flächen gründlich mit einem handelsüblichen Haushaltsreiniger gesäubert werden. Dann die Hände gründlich waschen und im Anschluss am besten desinfizieren.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Mäuse kommen überall dort vor, wo Menschen leben – auch in Kellern, auf Dachböden oder in Küchen. Vorsichtsmaßnahmen gelten daher für alle Räume und das ganze Jahr über.
– Lebensmittel sollten dicht verschlossen und mögliche Schlupflöcher konsequent abgedichtet werden.
– In betroffenen Räumen alle Verpackungen auf Verunreinigungen überprüfen und gegebenenfalls entsorgen.
– Eine Ansteckung mit dem Hantavirus ist auch durch Mäusebisse oder den Verzehr angenagter Lebensmittel möglich.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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