GRÜNEN-Europa-Kandidat Sven Giegold im Podcast “FRAGEN WIR DOCH!”: “Statt Unternehmen zu enteignen, sollten wir die Kontrolle über einen Bürgerfonds zurückgewinnen!” (FOTO)

GRÜNEN-Europa-Kandidat Sven Giegold im Podcast “FRAGEN WIR DOCH!”: “Statt Unternehmen zu enteignen, sollten wir die Kontrolle über einen Bürgerfonds zurückgewinnen!” (FOTO)Köln (ots) –

Der GRÜNEN-Spitzenkandidat für die Europawahl Sven Giegold
antwortet auf die Kollektivierungspläne von Juso-Chef Kevin Kühnert
mit der Idee eines “Bürgerfonds”. In einem Interview mit Deutschlands
Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und
105’5 Spreeradio sagt Giegold: “Wir haben noch zwölf Jahre, um die
Klimakrise aufzuhalten. Wir werden nicht die Zeit haben, erst den
Kapitalismus abzuschaffen und alle Großbetriebe zu verstaatlichen, um
irgendwann die Emissionen zu senken.”

Im Gespräch mit “FRAGEN WIR DOCH!” kündigt Sven Giegold an: “Statt
Unternehmen zu enteignen, sollten wir die Kontrolle über einen
Bürgerfonds zurückgewinnen!” Giegold: “Lasst uns einen Bürgerfonds
wie in Schweden schaffen, wo alle, die fürs Alter sparen wollen,
Eigentümer an Unternehmen werden können. Durch große
Gemeinschaftsfonds, die viel billiger sind als die Aktienfonds, die
Banken im Rahmen der Riester- und Rürup-Förderung anbieten.”

Sven Giegold ist im Interview mit “FRAGEN WIR DOCH!” überzeugt:
“Wir sollten unsere Art des Wirtschaftens verändern. Wenn Unternehmen
dauerhaft das Gemeinwohl schädigen, ist erstmal die Option der
Regulierung. Wenn das nicht fruchtet, gibt es theoretisch die Option
der Enteignung.” Trotzdem könne der Staat nicht alles besser, so
Giegold: “VW hat am allermeisten betrogen und war dabei im
Aufsichtsrat in der Hand von Gewerkschaften – und dem Land
Niedersachsen. Außerdem war die WestLB eine der Banken, die uns am
meisten Geld gekostet hat.”

Sven Giegold sieht im “FRAGEN WIR DOCH!”-Gespräch mit Blick auf
das geringe Interesse an Europapolitik eine Ursache in der mangelnden
Berichterstattung: “Über die Gesetzgebung und die unterschiedlichen
Positionen im Europäischen Parlament wird in der deutschen
Öffentlichkeit kaum berichtet. So entsteht der Eindruck, in Brüssel
wird etwas entschieden, von dem man vorher noch nie gehört hat.”
Dabei sei darüber oft jahrelang im EU-Parlament diskutiert worden.
Giegold: “Deshalb brauchen wir Fraktionsvorsitzende, die europaweit
wählbar sind.”

Giegold kritisiert im RTL-Podcast Bundesfinanzminister Olaf Scholz
für seinen Umgang mit Konzernen wie Amazon oder Google: “Die
Digitalsteuer für die großen Digitalkonzerne und die
Steuertransparenz für die Großunternehmen ist an Olaf Scholz und der
Großen Koalition gescheitert. Der SPD-Minister macht in Berlin
kaputt, was Grüne und Sozialdemokraten im Europaparlament
durchgesetzt haben.”

Das vollständige Gespräch mit Sven Giegold hören Sie ab
Freitagmittag in Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für
RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio auf www.spreeradio.de,
www.rtlradio.de, www.fragenwirdoch.de sowie über Apple Podcasts,
Spotify, SoundCloud und AUDIO NOW.

Pressekontakt:
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