Matthias Killing in Bedrängnis: Moderator stellt neues PETA-Motiv gegen Welpenhandel vor

Berlin / Stuttgart, 03. Juli 2024 – Eng, dreckig, stickig: Matthias Killing ist in die Rolle eines Hundewelpen geschl?pft und kauert f?r sein neues PETA-Motiv ersch?pft im Auto-Kofferraum. Eine Situation, die leider jeden Tag f?r unz?hlige Welpen traurige Realit?t ist. Der beliebte Moderator erhebt damit seine Stimme gegen den Handel mit Tierkindern – ein tierqu?lerisches Gesch?ft, bei dem Deutschland aufgrund fehlender Gesetze eine gro?e Rolle spielt.

“Tiere sind keine Ware! Unz?hlige Tierkinder, zum Beispiel Katzen oder Hunde, k?nnen ?ber Online- Portale ganz einfach erworben werden. Ohne Skrupel wird hier krimineller Handel betrieben, auf dem R?cken der Tiere! Dieses qu?lerische Gesch?ft muss endlich gestoppt werden. Das beengte Gef?hl, im Kofferraum zu kauern, fand ich schon nach kurzer Zeit furchtbar. Wie muss es erst den Tieren gehen, die oft eine ewig lange Fahrt auf sich nehmen m?ssen? Tiere sollten nur aus dem Tierschutz adoptiert werden, anstatt sie online von dubiosen H?ndlern zu kaufen.”

Matthias Killing moderiert zahlreiche TV-Sendungen und Veranstaltungen. Seit 2009 ist er beispielsweise regelm??ig im Sat.1-Fr?hst?cksfernsehen oder bei Sportprogrammen zu sehen, darunter ran und die Fu?ball-Champions- und -Europa-League. Matthias und seine Partnerin haben selbst zwei Hunde aus dem Tierschutz adoptiert und leben am Rande von Berlin.

Illegaler Handel mit Tierkindern floriert europaweit
Eine aktuelle PETA-Aufdeckung zeigt das enorme Leid, das die “Massenproduktion” von Hundewelpen in Europa verursacht. PETA hat mehr als 200 Transportdokumente von 6.000 Welpen aus dem Jahr 2023 ausgewertet und zur?ckverfolgt. Rund sechs Prozent der Hundekinder starben bereits beim Transport. Die ?berlebenden waren oftmals lebenslang krank und verhaltensauff?llig. PETA zugespielte Videoaufnahmen aus Hundezuchten zeigen verdreckte Zwinger und Wurfboxen, in denen ausgezehrte Hundem?tter ihr gesamtes Leben Nachwuchs “produzieren” m?ssen. Mit einem gesch?tzten j?hrlichen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro sind illegal “produzierte” Hundewelpen ein gewinnbringendes Gesch?ft f?r Kriminelle. Deutschland ist dabei ein wichtiges Ziel- und Transitland f?r die meist in Osteuropa vermehrten Vierbeiner. Laut EU-Kommission finden knapp 60 Prozent aller Hunde- und Katzenverk?ufe mittlerweile ?ber den Online-Markt statt. [1] Aufgrund fehlender Regulierungen k?nnen Tiere so v?llig anonym angeboten und verkauft werden. Allein auf den meistgenutzten europ?ischen Internetportalen konnten an einem beliebigen Tag etwa 438.000 inserierte Welpen gez?hlt werden. [2] Auf Onlineplattformen wie Quoka.de, deinetierwelt.de, edogs.de, markt.de oder snautz.de werden f?hlende Lebewesen wie Ware verscherbelt, w?hrend Tierheime aus allen N?hten platzen.

Adoptieren statt kaufen! Tiere sind keine Ware
Laut Tierschutz-Hundeverordnung d?rfen Welpen in Deutschland ab der achten Lebenswoche von ihrer Mutter getrennt werden. Da aber vor allem besonders kleine Hundekinder gefragt sind, verkaufen viele Hundeh?ndler die Tiere schon im Alter von drei bis vier Wochen. Die Folge sind h?ufig Verhaltensst?rungen, die oft ein Leben lang bleiben. Da die Welpen in den Zuchtanlagen weder geimpft noch entwurmt werden, leiden sie h?ufig unter infekti?sen Krankheiten, die oft t?dlich verlaufen. Kriminelle H?ndler schleusen die Tiere meist mit gef?lschten Heimtierausweisen nach Deutschland – tierschutzwidrig und illegal. Dabei warten in Deutschland j?hrlich etwa 350.000 nicht mehr gewollte Tiere in Tierheimen auf ein neues Zuhause. Viele Einrichtungen haben in den vergangenen Monaten bereits einen Aufnahmestopp verh?ngt. PETA appelliert daher an alle Menschen, die Zucht nicht zu unterst?tzen und stattdessen ein Tier aus dem Tierheim aufzunehmen. Denn jedes Tier ist ein f?hlendes Individuum und kein Gegenstand, den man f?r Profit verkaufen kann.

PETA Deutschland begeht im Jahr 2024 ihr 30-j?hriges Jubil?um. Zu diesem Anlass fordert die Organisation, dass Tiere vor dem Gesetz als Personen, das hei?t als Tr?ger von schutzw?rdigen Interessen, anerkannt werden und bestimmte Grundrechte erhalten. PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugeh?rigkeit abgewertet werden.
[1] Europ?ische Kommission (2023): Mehr Tierschutz: EU-Kommission will Reform der Transportregeln und einheitliche Tierwohl-Standards f?r Hunde/Katzen. Pressemitteilung vom 07.12.2023. Online abrufbar unter: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/mehr-tierschutz-eu-kommission-will-reform-der-transportregeln-und-einheitliche-tierwohl-standards-2023-12-07_de (03.07.2024).
[2] EU Dog and Cat Alliance (2020): Online pet advertising in the EU: the cost continues to rise. Online abrufbar unter: https://www.dogandcatwelfare.eu/media/publicationtemp/EUPAAG_Report_FINAL_low_res_4z4Y18B.pdf (03.07.2024).
Weitere Informationen:
PETA.de/Welpenhandel PETA.de/Welpenhandel-stoppen PETA.de/Tierschutz-Ebay-Kleinanzeigen

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