Revenera Report: Abo & SaaS dominieren die Softwareindustrie

62% der Softwareanbieter ver?nderten in den letzten zwei Jahren ihr Gesch?ftsmodell, um wiederkehrende Ums?tze zu realisieren

Hamburg, 13. Oktober 2022 – Software-Abonnements und SaaS entwickeln sich f?r Softwareanbieter zur dominierenden Strategie bei der Monetarisierung und Bereitstellung ihrer L?sungen. Trotzdem bleiben die IT-Portfolios mit dem Festhalten an On-Premise und klassischen Lizenzmodellen vorerst noch hybrid – und damit eine Herausforderung. Das zeigt der Monetization Monitor “Software Monetization Models and Strategies 2022” von Revenera.

Die Umfrage unter Softwareanbieter offenbart einen hybriden und damit hochkomplexen Mix aus unterschiedlichen Gesch?ftsmodellen f?r Anwendungen. Bei der Monetarisierung finden sich neben Abonnements (28%), nutzungsbasierten (14%) Modellen, diversen Preis-Metriken (12%) und ergebnisbasierten Modellen (9%) auch nach wie vor die klassischen, unbefristeten Lizenzen (28%). Der Trend zeigt jedoch ganz klar in Richtung Abo. In den letzten zwei Jahren stellten 62% der Softwareanbieter auf Software-Abonnements um. Das Ziel dahinter ist es, wiederkehrende Ums?tze zu realisieren (52%) und den Anschluss an den Wettbewerb nicht zu verlieren (51%). Angesichts des unsicheren Wirtschaftsklimas d?rfte dieser Trend weiter anhalten, wenn nicht sogar verst?rken.

In den n?chsten ein bis eineinhalb Jahren gehen die Befragten von einem Zuwachs bei den Abonnements um 54% aus. ?hnlich stark sollen auch nutzungsbasierten Monetarisierungsmodelle wachsen (41%). Dieses Plus geht auf Kosten von befristeten Lizenzierungen, die in den Pl?nen von Softwareanbietern um 33% weiter zur?ckfallen. Ein ?hnliches Bild zeigt sich auch bei der Bereitstellung von Software. Hier setzt sich SaaS weiter durch. F?r die n?chsten 12-18 Monate planen 59% der Softwareanbieter ihre L?sungen verst?rkt als Cloud-Anwendungen anzubieten. Eine Aufw?rtsbewegung ist zudem bei der Private Cloud (49%) und Public Cloud (45%) zu verzeichnen. Im Sinkflug befinden sich dagegen weiterhin On-Premise-Anwendungen (33%) sowie Embedded Software (19%).

Ob Monetarisierung oder Bereitstellung – wie erfolgreich der Umstieg auf die neuen Modelle verl?uft, h?ngt stark vom Reifegrad der Software Usage Analytics ab. Die Softwarenutzungsdaten liefern die Grundlage, um die Produkt-Roadmap entlang von Kundenanforderungen weiterzuentwickeln und ein f?r beide Seiten faires Preis-Leistungs-Verh?ltnis zu definieren. Doch gerade einmal ein Viertel (26%) der Befragten sind in der Lage, die Nutzungsdaten auch ganzheitlich zu erheben und effektiv zu nutzen.

“Um wiederkehrende Ums?tze zu sichern und den gesamten Quote-to-Cash-Prozess (Q2C) zu optimieren, haben Softwareanbieter momentan keine andere Wahl als ihre Gesch?ftsmodelle hybrid aufzustellen und verschiedenen Monetarisierungs- und Bereitstellungsmodelle parallel zu unterst?tzen”, erkl?rt Nicole Segerer, VP of Products and Marketing bei Revenera. “Das macht das Management von IT-Portfolios dementsprechend komplex. Wer wei?, wie Kunden Anwendungen nutzen und was sie bereit sind zu zahlen, kann deutlich besser mit wechselnden und wachsenden Anforderungen umgehen. Das gilt nicht nur f?r Abos und SaaS, sondern f?r alle Software-Gesch?ftsmodelle.”

Weitere Ergebnisse im ?berblick:

– Der Nachholbedarf bei der Usage Intelligence ist nach wie gro?. 35% der Befragten erfassen zwar Nutzungsdaten in ihrer Software, sind dabei jedoch auf manuelle Prozesse oder zus?tzliches Engineering angewiesen. Das Interesse f?r automatisierte Software Usage Analytics w?chst jedoch: In den n?chsten ein bis zwei Jahren planen 18% der Befragten hier Zeit und Ressourcen zu investieren – doppelt so viel wie noch im Vorjahr (2021: 9%)

– Wichtigste Treiber f?r die Umstellung der Softwaremonetarisierung in den n?chsten 12-18 Monaten ist der Einstieg in neue vertikale M?rkte (65%), der Wechsel zu “as-a-Service”-Angeboten (64%) und das Vermeiden von Umsatzeinbu?en (63%). ?nderungen bei der Lizenzierung gr?nden auf dem Wunsch, Anpassungen beim Preis bzw. innerhalb der Softwarepakete besser vornehmen zu k?nnen (35%).

– Das Pricing von Software bleibt eine Herausforderung. Nur knapp ein Drittel der Befragten (32%) ist der Meinung, dass der momentane Preis dem Wert einer L?sung auf Kundenseite entspricht. Die gr??ten Hindernissen bei der Preisgestaltung ist dabei der fehlende Einblick in die “wertvollsten” Funktionen einer Anwendung (44%), das Risiko einer ?nderung der Gesch?ftsmodelle (43%) und die mangelnde Kundenakzeptanz f?r neue Monetarisierungsmodelle (42%).

Der vollst?ndige Report “Monetization Monitor: Software Monetization Models and Strategies 2022” steht hier zum Download bereit.

* Methodologie
Revenera f?hrte von Mitte April bis Mitte Juli 2022 eine weltweite Branchenumfrage unter Softwareanbietern durch. Ziel war es, Trends in der Softwareindustrie hinsichtlich Gesch?ftsmodelle, Preisgestaltung, Monetarisierung und Lizenzierung offenzulegen. Die 261 Befragten setzen sich aus Gesch?ftsleitern und C-Level-Verantwortlichen (31%), Managern und Teamleitern (35%) sowie Einzelpersonen (34%) zusammen.

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