rindus GmbH vermittelt Software-Entwickler aus Spanien

Das Hamburger Unternehmen rekrutiert für deutsche Firmenkunden IT-Spezialisten in einem Technologiepark in Málaga. Der Brückenschlag nach Südeuropa ist eine spannende Alternative zur mühsamen Fachkräftesuche in Deutschland.

Die Verlagerung der Software-Entwicklung ins Ausland ist zu einem milliardenschweren Markt geworden. Waren es früher oft Kostengründe, ist es heute immer häufiger der akute Fachkräftemangel in Deutschland, der Unternehmen auf die Idee bringt, IT-Profis im Ausland zu suchen. Dies kann in Asien und Südamerika sein – oder im europäischen Ausland, zum Beispiel in der Ukraine, Bulgarien, Polen – oder eben Spanien. Wird das Auslagern sorgfältig geplant, lassen sich dadurch einerseits Kosten sparen: Viel wichtiger noch ist aber, dass der Fachkräftemangel so umgangen werden kann. Für Rolf C. Zipf ist das Alltag. Der Personalexperte betreibt für seine Kunden die Vermittlung von Software-Entwicklern aus Spanien. Die Programmierer arbeiten dann für Projekte am deutschen Firmenstandort, aber von Málaga aus.

Die Kunden von rindus stehen oft vor folgendem Problem: Sie beschäftigen bislang für die Entwicklung von individueller Software – zum Beispiel für Webanwendungen oder für workflowbasierte Systeme – ein oder mehrere Teams. Dabei greifen sie auf eigene Mitarbeitende zurück, häufig aber auch auf Agenturen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen die Unternehmen dann mehr Kapazität und mehr Software-Entwickler – können die entsprechenden Mitarbeitenden aber an den vorhandenen Standorten entweder nicht gewinnen, oder sie können sie nicht managen. Und Agenturen sind einerseits oft zu teuer, andererseits stellen sie die Mitarbeitenden nicht langfristig zur Verfügung – damit geht in der Zusammenarbeit mit Agenturen das Know-how entsprechend verloren.

Für diese Unternehmen stellt rindus den Kontakt zu genau den Software-Development-Teams in Spanien her, die diese für ihre Projekte benötigen. “Mit der Vermittlung lösen wir das drängendste Problem unserer Kunden, die Verfügbarkeit von Spitzentalenten in der Softwareentwicklung, auf eine unkonventionelle Art”, beschreibt Geschäftsführer Rolf C. Zipf sein Vorgehen. Wie kann das Arbeiten an zwei weit entfernten Sandorten funktionieren? Die räumlich verteilten Teams mit Software-Entwicklern in Spanien und Deutschland stehen im Prinzip vor denselben Herausforderungen wie ein Team, das am gleichen Ort arbeitet, weiß Zipf: Sie müssen sich gegenseitig vertrauen, und sie müssen das gemeinsame Ziel verstanden und verinnerlicht haben. “Die besondere Herausforderung besteht darin, dass die Bandbreite der Kommunikation geringer ist als bei Teams, die an einem Ort arbeiten. Schließlich gibt es keine gemeinsame Kaffeeküche oder Raucherecke, meist wird auch weniger intensiv kommuniziert, als wenn alle Teammitglieder um einen Tisch versammelt sitzen”. Für solche Fälle können Videokonferenzsysteme Abhilfe schaffen – sowie klare Kommunikationsregeln und Rollenverteilungen.

Für Spanien spricht zuallererst die Kultur, die in vielerlei Hinsicht große Überschneidungen mit der deutschen hat, vor allem im Hinblick auf organisationale Werte. In Spanien zählen Verlässlichkeit, Familie, Sicherheit und Beständigkeit, deshalb kann man auf eine hohe Loyalität und Belastbarkeit der Mitarbeitenden bauen. Wenn es um ausgelagerte Software-Produktion geht, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und Spanien als EU-Mitglied bietet darüber hinaus alle Vorteile im Hinblick auf wirtschaftliche Freizügigkeit und steuerliche Gesetze.
Dazu kommt: Das südeuropäische Land im Allgemeinen und Málaga im Besonderen bieten eine sehr hohe Lebensqualität, weshalb rindus auch Mitarbeitende aus dem Ausland für seine IT-Teams auf der iberischen Halbinsel begeistern kann – der relevante Arbeitsmarkt ist damit sehr viel größer als der in Osteuropa. Nicht zu vergessen: Spanien ist in derselben Zeitzone, weshalb die Projektkommunikation synchron funktioniert. Man kann also Meetings haben, als würden alle IT-Profis gemeinsam an einem Ort sitzen. Das geht mit Indien oder Mexiko natürlich nicht.

In welchen Schritten läuft so eine Vermittlung von Software-Entwicklern nun ab? Am Anfang steht für Rolf C. Zipf immer das Verständnis der Kundenorganisation: Er schaut sich genau an, wie die Software bei seinen Kunden produziert wird und welche Systeme im Einsatz sind, wie Prozesse ablaufen und wie kommuniziert wird. Dann wird festgelegt, welche Road Map in den nächsten 12, 18 oder 24 Monaten erreicht werden soll. “Wenn wir das verstanden haben, entwickeln wir einen Onboarding-Plan für die Mitarbeitenden und sorgen dafür, dass diese rasend schnell produktiv werden”, erklärt Zipf. “In der Regel können sie nach 14 Tagen den ersten Code committen. Dazu bringen wir die neuen Teammitglieder immer auch physisch in die Büros unserer Kunden. Und wir laden die Mitarbeitenden unserer Kunden auch nach Málaga ein, damit sich alle kennen lernen und dadurch vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Und dann führen wir die Tech-Talente langfristig, durch zahlreiche Gespräche und Maßnahmen, so dass unser Kunde dauerhaft und langfristig auf genau diese Mitarbeitenden zählen kann”.

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