Sicher ist sicher: 37 Prozent nutzen bereits die Zwei-Faktor-Authentifizierung / GfK-Studie: 30 Prozent bevorzugen den Fingerabdruck, um sich bei Online-Zahlungen zusätzlich zu authentifizieren (FOTO)

Sicher ist sicher: 37 Prozent nutzen bereits die Zwei-Faktor-Authentifizierung / GfK-Studie: 30 Prozent bevorzugen den Fingerabdruck, um sich bei Online-Zahlungen zusätzlich zu authentifizieren (FOTO)Frankfurt/Main (ots) –

Der Gesetzgeber verlangt im Rahmen der Umsetzung der europäischen
PSD2-Richtlinie ab dem 14. September 2019 eine starke
Authentifizierung bei Online-Zahlungen. Künftig müssen
Kartenzahlungen im Internet mit zwei Sicherheitsfaktoren freigegeben
werden. Von dieser Pflicht gibt es nur wenige Ausnahmen.

45 Prozent der Verbraucher finden laut einer neuen repräsentativen
Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die Einführung der
neuen EU-Regelung gut. Noch müssen sich Online-Shopper zwar an die
neuen Verfahren ihrer kartenherausgebenden Banken und Sparkassen
gewöhnen, aber sie bringen deutlich mehr Sicherheit. Zudem sind sie
einfacher anzuwenden, als sich viele komplizierte Passwörter zu
merken.

Die Nutzer erwarten heute zu recht, dass beim digitalen Einkauf
alles reibungslos und sicher in Echtzeit funktioniert – am besten mit
einem Klick. So überrascht es auch nicht, dass eine sichere und
geschützte Bezahlung für 66 Prozent der Befragten der wichtigste
Faktor beim Online-Einkauf ist. 52 Prozent der Online-Shopper
erwarten zudem, dass das Einkaufen und Bezahlen möglichst einfach
ist. Schnell soll es ebenfalls gehen, das gaben 36 Prozent der
Verbraucher an. Vor allem die jüngeren Befragten zwischen 18 und 29
Jahren (46 Prozent) legen großen Wert auf den Faktor Schnelligkeit.

Nutzer erwarten ein vielfältiges Portfolio an
Zahlungsmöglichkeiten

Ein vielfältiges Portfolio an Zahlungsarten ist heutzutage Pflicht
für Händler. So empfindet es auch jeder zweite Verbraucher (54
Prozent) als größte Schwierigkeit bei der Online-Zahlung, wenn seine
bevorzugte Zahlungsart nicht verfügbar ist. Das kann im schlimmsten
Fall zu hohen Kaufabbrüchen führen. 46 Prozent geben an, dass sie es
abschreckend finden, wenn sie zu viele Informationen eingeben müssen.
40 Prozent sagen zudem, dass sie es als Hindernis empfinden, sich vor
dem Bezahlen registrieren zu müssen. Vor allem die Altersklasse
zwischen 30 und 39 Jahren (56 Prozent) und Beamte (57 Prozent)
scheuen den Registrierprozess vor dem Bezahlen. Außerdem gaben 22
Prozent an, dass sie es beschwerlich finden, wenn sie ihr Passwort
vergessen haben.

Das Passwort wird künftig auch nicht mehr ausreichen. Ab September
müssen Verbraucher bei Kartenzahlung im Internet immer zwei Nachweise
erbringen, dass sie der rechtmäßige Besitzer der Karte sind. Die
Banken stellen den Karteninhabern hierfür neue
Authentifizierungslösungen zur Verfügung, die unter anderem auch neue
biometrische Identifikationsverfahren zum Beispiel per Fingerabdruck
oder Gesichtserkennung unterstützen. “Für die Verbraucher bringt das
spürbare Veränderungen mit sich, auf die sie sich schnellstmöglich
einstellen sollten. Vor allem sollten sie nicht versäumen, ihre
Debit- und Kreditkarten bei ihrer Bank oder Sparkasse für die neuen
Verfahren zu registrieren, damit sie auch nach dem Stichtag am 14.
September überall problemlos mit Karte zahlen können”, sagt Peter
Bakenecker, Division President Deutschland und Schweiz bei
Mastercard.

Neu ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht. Sie
bietet in der digitalen Welt einen sehr effektiven Schutz der
Kundendaten. Das Prinzip ist simpel: Es muss eine Kombination aus
Wissen (z. B. PIN), Besitz (z. B. Karte oder Smartphone) oder
biometrische Eigenschaften (z. B. Fingerabdruck oder
Gesichtserkennung) verwendet werden. Wichtig ist, dass die Faktoren
dabei aus zwei unterschiedlichen Kategorien stammen.

Bei zahlreichen Anwendungen können Nutzer bereits auf Wunsch einen
weiteren Sicherheitsfaktor hinzufügen, um ihre Daten optimal zu
schützen. In den vergangenen zwölf Monaten haben 37 Prozent der
Befragten bei mindestens einer Anwendung die
Zwei-Faktor-Authentifizierung installiert und genutzt. Vor allem
junge Verbraucher machen von dieser zusätzlichen Sicherheitsoption
Gebrauch. In der Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen sind es 46
Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen 44 Prozent, welche die
Zwei-Faktor-Authentifizierung in den letzten zwölf Monaten bei
mindestens einer Anwendung installiert und genutzt haben.

Biometrische Authentifizierungsverfahren werden an Bedeutung
gewinnen, 41 Prozent der 30- bis 39- Jährigen authentifizieren sich
heute schon bevorzugt per Fingerabdruck

Während fast jeder zweite Befragte (49 Prozent) am liebsten eine
PIN zur zusätzlichen Authentifizierung eingeben würde, setzen viele
Verbraucher bevorzugt auf biometrische Verfahren wie den
Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung. Für 30 Prozent ist der
Fingerabdruck bereits die bevorzugte Methode als Identitätsnachweis.
Sieben Prozent der Verbraucher ziehen die Gesichtserkennung vor, um
sich zusätzlich auszuweisen.

Bei den Authentifizierungsverfahren zeigen sich auch signifikante
Unterschiede in den Altersklassen. Während in der Altersgruppe ab 40
Jahre die PIN bevorzugt genutzt wird, gaben 41 Prozent der 30- bis
39-Jährigen an, dass sie sich am liebsten per Fingerabdruck
authentifizieren, 39 Prozent dieser Altersklasse würden dies lieber
per PIN machen. Auch bei den 18- bis 29-Jährigen sagte bereits mehr
als jeder Dritte (36 Prozent), dass er sich am liebsten mit dem
Fingerabdruck ausweist.

“Wir gehen davon aus, dass mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung
vor allem biometrische Authentifizierungsverfahren an Bedeutung
gewinnen werden. Viele Smartphone-Besitzer nutzen schon jetzt ihren
Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung, um ihr Mobiltelefon zu
entsperren”, erklärt Peter Bakenecker, Division President Deutschland
und Schweiz bei Mastercard. “Insbesondere Einkäufe mit mobilen
Endgeräten können so sicher und bequem mit nur einem Klick
abgeschlossen werden, ohne ein unhandliches Passwort oder eine PIN
während des Bezahlvorgangs eingeben zu müssen.”

Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für mehr Sicherheit

Mit den neuen Vorschriften wird das Bezahlen mit Debit- oder
Kreditkarte im Internet noch sicherer und die sensiblen Daten werden
vor unberechtigtem Zugriff geschützt. Wo bisher die
Kreditkartennummer ausreichte, müssen Verbraucher künftig zwei
Nachweise erbringen, dass sie der rechtmäßige Besitzer der Karte
sind.

Beim Bezahlen mit dem Smartphone greift die doppelte Absicherung
schon heute. Hier sind die Kartendaten bereits hinterlegt, genauso
wie bei Apps zum Beispiel von Lieferdiensten, Taxis oder
Streaminganbietern mit integrierten Bezahlsystemen. Um die Identität
zu bestätigen und den Bezahlvorgang freizugeben, reichen der Besitz
des Smartphones sowie das notwendige Entsperren des Handys mittels
PIN oder Fingerabdruck aus. Damit bleibt das mobile Einkaufen schnell
und bequem und bietet gleichzeitig einen sehr wirkungsvollen Schutz.
Gelangt das Passwort oder die PIN in falsche Hände, sind die Daten
nutzlos. Der Angreifer benötigt als zweiten Sicherheitsfaktor
zusätzlich das Smartphone oder den Fingerabdruck, wenn er mit der
Karte bezahlen möchte.

Wichtig: Debit- und Kreditkaten müssen einmalig bei der
kartenherausgebenden Bank oder Sparkasse für die neuen
Sicherheitsverfahren registriert werden

Die Banken setzen die neuen gesetzlichen Vorgaben in der Regel
über das sogenannte EMV 3-D Secure-Verfahren um, das nun optimiert
wurde. Es entspricht jetzt den neuen regulatorischen Anforderungen
und ist für den Verbraucher einfacher zu handhaben. Die Debit- und
Kreditkarten müssen nur einmalig für das neue Sicherheitsverfahren
bei der Bank oder Sparkasse freigeschaltet werden, welche die Karte
herausgibt. Die Aktivierung wird mit einem Plus an Sicherheit
belohnt. Die Kartenherausgeber setzen dabei auf modernste
Technologien wie beispielsweise das “Mastercard Identity
Check”-Verfahren, um die Identität bei jeder Online-Transaktion
zuverlässig zu verifizieren und dadurch Betrug zu vermeiden.
Zusätzlich muss eine entsprechende App der Bank auf dem mobilen
Endgerät installiert werden. Die Daten der Kauftransaktion werden
dann an das Smartphone gesendet und diese innerhalb der App
freigegeben.

Im Rahmen der GfK-Studie wurde deutschlandweit eine repräsentative
Stichprobe von 1.008 Personen im Juni 2019 befragt.

Über Mastercard:

Mastercard (NYSE: MA) ist ein internationales
Technologieunternehmen im Zahlungsverkehr. Unser globales
Zahlungsabwicklungsnetzwerk verbindet Kartenbesitzer, Banken,
Händler, Regierungen und Unternehmen in über 210 Ländern und
Gebieten. Die Produkte und Leistungen von Mastercard gestalten die
alltäglichen Handelsgeschäfte für alle Beteiligten einfacher,
sicherer und effizienter. Das gilt für Einkaufen und Reisen ebenso
wie für Unternehmensführung und die Verwaltung von Finanzen. Folgen
Sie uns auf Twitter @MastercardDE, reden Sie mit im Beyond the
Transaction Blog und abonnieren Sie die neuesten Nachrichten im
Engagement Bureau.

Pressekontakt:
Juliane Schmitz-Engels
Head of Communications Germany and Switzerland
Juliane.Schmitz-Engels@mastercard.com
+49 172 188 07 20

Original-Content von: Mastercard Deutschland, übermittelt durch news aktuellhttps://www.presseportal.de/pm/113997/4332085