Unterwegs mit dem sicheren Beifahrer

ARAG Experten geben einen ?berblick ?ber Fahrassistenzsysteme

In den letzten Jahren sind sie immer besser und umfangreicher geworden: Fahrassistenten im Auto. Die meisten dienen der Sicherheit und sollen Unf?lle vermeiden, um die Zahl von Verkehrstoten und Schwerverletzten deutlich herunterfahren. Aus diesem Grund f?hrt die Europ?ische Union (EU) bei Neuwagen ab Juli 2024 bestimmte Systeme verpflichtend ein. ARAG Experten erkl?ren, was diese k?nnen.

Was bedeutet die neue Verordnung?
Mit Anfang Juli bekommen Neuwagen – egal, ob Kleinwagen, Familienkutsche oder Luxusschlitten – ohne diese zus?tzlichen Systeme an Bord keine Typzulassung mehr. Dieser pflichtm??ige Einbau gilt zudem nicht nur f?r Pkw, sondern auch f?r Lkw und Busse. Allerdings k?nnen ARAG Experten alle Besitzer von vorhandenen Fahrzeugen beruhigen: Sie m?ssen nicht nachr?sten; bereits zugelassene Wagen sind von dieser Neuregelung befreit. Aber: Bereits vorhandene Fahrassistenzsysteme d?rfen nicht mehr dauerhaft deaktiviert werden.

Was k?nnen Fahrassistenzsysteme?
M?digkeitserkennung, Aktiver Spurhalteassistent und Notbremsassistent sind wohl die wichtigsten Sicherheits-Guides, um Schlimmstes zu verhindern. ?ber 1.500 Unf?lle im Jahr 2021 gingen laut ARAG Experten auf das Konto von ?berm?deten Fahrern. Dem treten die Assistenzsysteme entgegen. So erkennt der M?digkeitswarner anhand von Augen- und Lidbewegung ebenso wie durch das Fahrverhalten, dass der Fahrer einschlafen k?nnte und alarmiert mit optischen und akustischen Signalen.

Wird das Lenkrad schon nicht mehr korrekt gehalten, was durchaus auch im wachen Zustand durch mangelnde Aufmerksamkeit passiert, korrigiert der Spurhalteassistent: Er lenkt aktiv gegen und verhindert m?glicherweise das Abdriften in den Gegenverkehr oder den ungewollten Spurwechsel auf der Autobahn. Der Notbremsassistent kann sogar f?r eine Vollbremsung sorgen. Er misst mittels Radar, Lidar (Entfernungsmesser mit Lichtimpuls) und Kamera und erkennt so Hindernisse auf der Stra?e. Agiert der Fahrer in diesem Moment nicht, bremst er umgehend selbstt?tig und vermeidet eine m?gliche Kollision. Die nachkommenden Fahrzeuge werden durch einen weiteren Assistenten gewarnt: Das Notbremslicht l?sst bei einer Vollbremsung, die bei mehr als f?nfzig Stundenkilometern eingeleitet wird, alle R?ckleuchten anspringen.

Au?erdem wird laut ARAG Experten eine Blackbox Pflicht, die man bisher eher aus Flugzeugen kennt. Sie speichert die Unfalldaten und hilft bei einer besseren Aufkl?rung des Vorgangs. Das Ziel: Die Leistungen der Fahrassistenzen analysieren und weiter verbessern.

Welche Assistenten werden noch verpflichtend?
Neben den Sicherheits-Guides werden ab Juli weitere sinnvolle Assistenten Pflicht, die bisher nur ?ber Zusatzpakete oder beim Kauf von Sondermodellen erh?ltlich waren. Dazu geh?rt der R?ckfahrassistent, der nicht einfach nur eine Einparkhilfe ist, sondern vor allem Personen hinter dem Fahrzeug erkennt und verhindert, dass diese angefahren werden. Auch den Geschwindigkeitsassistenten kennt man eher als Extra, das Kn?llchen verhindert. Tats?chlich erkennt er Geschwindigkeitsbegrenzungen und warnt durch akustischen und optischen Alarm. Letztendlich geht es aber auch hier um die Gefahrenverhinderung, machen ARAG Experten deutlich. Auch deswegen kann dieses System auch eingreifen und das Tempo selbstt?tig drosseln.

Eigene Verantwortung bleibt bestehen
Jedoch: Fahrassistenzsysteme bleiben Assistenten. Sie sind nicht der Chef. Die volle Verantwortung bleibt weiterhin beim Fahrer, im Idealfall kommen sie gar nicht zum Einsatz. Wann immer es aber soweit ist, muss die Person am Steuer eingreifen, wenn das System warnt oder aktiv ?bernimmt. Die Assistenzsysteme k?nnen helfen, den Worst Case zu vermeiden und Fahrer entlasten. Die Kontrolle k?nnen und sollen sie nicht abnehmen. Insofern betonen die ARAG Experten, dass die Haftung bei einem Unfall – anders als bei autonomer Technik – nicht beim Hersteller, sondern weiterhin beim Verursacher liegt. Das hei?t auch, dass die Kfz-Versicherung f?r den Schaden aufkommt, je nach Vertrag zumindest f?r den des Unfallgegners.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/verkehrsrechtsschutz/verkehrsrecht-ratgeber/

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