Einfach selbst gemacht: Wie die Firma Schwarze gewachsen ist

Vom Familienunternehmen zur Firmengruppe mit rund 140 Mitarbeitenden – wie Engpässe und Abhängigkeiten zum Motor einer einzigartigen Diversifikationsstrategie wurden.

BildGarbsen, 2. Juni 2026 – Die Firma Schwarze aus Garbsen steht heute für weit mehr als Kran-
und Schwerlastlogistik. Mit sieben eigenständigen Gesellschaften und rund 140 Mitarbeitenden
hat sich das Unternehmen zu einer der bemerkenswertesten Firmengruppen der Branche
entwickelt – Schritt für Schritt, aus der Praxis heraus, und stets dort, wo externe Anbieter an
ihre Grenzen stießen.

Am Anfang stand eine Entscheidung auf Zeit

Als Nina Schwarze 2004 mit 23 Jahren in den Betrieb ihres Vaters einstieg, war das keine
geplante Karriere. Das Unternehmen stand wirtschaftlich unter Druck, ein kurzfristiger Einstieg
schien sinnvoll – doch aus dem vorübergehenden Engagement wurden 22 Jahre. Heute führt
sie als Geschäftsführerin eine Unternehmensgruppe mit sieben Gesellschaften. Ihr Vater, der
das Familienunternehmen zu einer GmbH umrüstete, ist seit zehn Jahren nicht mehr operativ
tätig. Was Nina Schwarze in dieser Zeit aufgebaut hat, folgt einem Gedanken, der sich wie ein
roter Faden durch die Firmengeschichte zieht: Wo der Markt nicht zuverlässig liefert, wird die
Kontrolle selbst übernommen.

Eine Firmengruppe, gewachsen aus der Not

Den Anfang machte das Jahr 1997. Viele Kunden im Bereich der Containervermietung
sprangen ab, externe Anbieter konnten keine zuverlässige Versorgung sicherstellen. Die
Antwort des Unternehmens war damals wie auch heute dieselbe: Dann machen wir es selbst.
Die Firma Schwarze stieg in die eigene Containervermietung ein, gründete die Schwarze
Container – Handel & Vermietung GmbH – und legte damit den Grundstein für ein Denkmuster,
das die gesamte Gruppe bis heute prägt.

In den folgenden Jahren konzentrierte sich das Unternehmen auf sein Kerngeschäft. Doch
2018 eröffnete sich mit der Übernahme der Depping Industriemontagen GmbH eine neue
Dimension: Mit diesem Schritt erweiterte die Firmengruppe gezielt ihre Kompetenz im
industriellen Umfeld und baute ihr Portfolio um Maschinenverlagerungen, Schwermontagen
und spezialisierte Kranarbeiten aus.

2020 folgte die Gründung der Verkehrsabsicherung Nord GmbH – erneut ausgelöst durch
einen Marktengpass. Externe Anbieter kamen an ihre Kapazitätsgrenzen, verlangten steigende
Preise und konnten die Schwarze ASC nicht mehr zuverlässig bedienen. Also wurde eine
eigene Lösung geschaffen. Heute zählt die Verkehrsabsicherung Nord GmbH mit über 40
Mitarbeitenden zur zweitgrößten Einheit der Gruppe und betreut, unter anderem für Kunden
wie Strabag und Eurovia, bundesweit Autobahnabsperrungen sowie rund 42 Ampelanlagen.

Ein Jahr später, 2021, wiederholte sich das Muster. Lange Wartezeiten bei externen
Werkstätten und fehlende Kapazitäten führten zu spürbaren Ausfallzeiten im Fuhrpark. Die
Firma baute eine eigene Werkstatt auf – heute eine eigenständige GmbH mit zehn
Fachkräften, die längst auch externe Kunden und Mitbewerber bedient.

2023 kam mit der Kooperation mit Karl Schwerlast aus Moers ein neues Modell hinzu: die
gemeinsame Gründung der Schwerlast Nord GmbH. Hier setzen die Unternehmensführungen
auf strategische Zusammenarbeit statt Alleingang – mit gemeinsamen Fahrzeugkapazitäten
und sich ergänzenden Kompetenzen.

Den vorläufig letzten Schritt vollzog das Unternehmen 2024 mit der Gründung der Schwarze –
die Akademie GmbH. Der Auslöser: Externe Fahrschulen benötigten für den
Führerscheinerwerb durchschnittlich rund eineinhalb Jahre – die halbe Ausbildungszeit von den
Auszubildenen. Fahrstunden fielen ständig aus, die Planungssicherheit litt. In der eigenen
Akademie ist das anders: Ein Auszubildender erwarb seinen Führerschein kürzlich in knapp 2,5
Wochen. Die AZAV-zertifizierte Einrichtung bildet heute Berufskraftfahrer, Kranführer,
Anschläger und Ladekranspezialisten aus – und öffnet sich zunehmend auch für externe
Kunden.

„Wir haben uns immer aus der Not heraus weiterentwickelt – und sind dadurch vielleicht anders
aufgestellt als viele Mitbewerber im Schwerlast- und Krangeschäft“, sagt Geschäftsführerin
Nina Schwarze. Das Ergebnis ist eine Firmengruppe, die gezielt mehrere Leistungsbereiche
abdeckt und dadurch unabhängiger agieren kann – und die jeden Engpass als Chance begreift.

Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit

Parallel zum organisatorischen Wachstum treibt die Firmengruppe die digitale Transformation
konsequent voran. Disposition, Personalabrechnung und Speditionsprozesse sind bereits
vollständig digitalisiert. Seit über einem Jahr entwickelt ein internes Team aus sechs bis sieben
Mitarbeitenden gezielte KI-Anwendungen. 2026 stehen drei zentrale Bereiche im Fokus:
Werkstattabläufe sowie die automatisierte Analyse von Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten mit
Plausibilitätsprüfung – mit dem erklärten Ziel der Effizienzsteigerung, nicht des Stellenabbaus.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit handelt das Unternehmen mit klarer Überzeugung. Bereits
2021 investierte die Firmengruppe in Photovoltaik und eine eigene Ladeinfrastruktur – heute
verfügt der Hauptstandort inzwischen über 17 Elektro- und Hybridfahrzeuge in der Firmenflotte.
Im März 2025 wurde konsequenterweise der gesamte Fuhrpark auf den alternativen Kraftstoff
HVO100 umgestellt. Nachhaltigkeit ist für die Firma keine Pflichtübung, sondern gelebte
Unternehmenshaltung.

Ausblick: Wachstum mit Struktur und Haltung

Nach einem herausfordernden Jahr 2025, geprägt von gestiegenen Technik-, Personal- und
Kraftstoffkosten sowie einer abgekühlten Baukonjunktur, blickt Nina Schwarze vorsichtig
optimistisch in die Zukunft: „Seit Mitte 2025 sehen wir eine klare Verbesserung. Für 2026 bin
ich optimistisch.“ Weitere Diversifizierung steht nicht auf der Agenda. Stattdessen sollen die
bestehenden sieben Gesellschaften professionalisiert und gezielt weiterentwickelt werden.
Ergänzt wird das durch den geplanten Erwerb von rund 30.000 m² zusätzlicher Betriebsfläche.
Das Leitbild der Gruppe bleibt dabei unverändert: Klare Struktur, Mut und Menschlichkeit.

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Schwarze ASC GmbH
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email : d.hensel@schwarze-verwaltung.de

Seit 1952 steht das familiengeführte Unternehmen für Kompetenz, Zuverlässigkeit und maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Kranvermietung, Ladekran-Transporte, Schwer- und Spezialtransporte sowie Containerlösungen. Mit mehr als 120 Mitarbeitenden bietet das Unternehmen ein breites Leistungsspektrum, das von Werkstattleistungen und Reparaturen über Verkehrsabsicherung und Begleitung bis hin zu Schulung und Qualifizierung reicht. Tradition und Innovationskraft gehen dabei Hand in Hand.

Als moderner Arbeitgeber setzt das Unternehmen auf ein inklusives Arbeitsumfeld, attraktive Benefits und zeitgemäße Arbeitsplätze. Gleichzeitig übernimmt es Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft: mit vollelektrischen Firmen-PKWs, einer eigenen Photovoltaikanlage, umweltschonender Fahrzeugreinigung sowie sozialen Initiativen wie einer Notfall-Kinderbetreuung und regionalem Engagement. So verbindet das Unternehmen wirtschaftliches Wachstum mit Menschlichkeit und nachhaltigem Handeln.
Qualifizierte Mitarbeitende gewährleisten eine fachkundige Beratung und einen serviceorientierten, unkomplizierten Kundenkontakt. Umfangreiche Fertigungsmöglichkeiten sowie die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 sichern eine konstant hochwertige Produktion von Spezialprodukten für unterschiedlichste Branchen und Anwendungen. Ergänzt wird dies durch ein breites Produktportfolio, ein umfangreiches Lagerprogramm sowie eine hohe Lieferflexibilität.

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