KI ist in der Produktion angekommen – fünf Konsequenzen, die Unternehmen jetzt ziehen müssen

Der F5 State of Application Strategy Report 2026 zeigt: 78 % der Unternehmen betreiben KI-Inferenz bereits produktiv. Die Infrastruktur, Sicherheit und Governance hinken hinterher – mit wachsenden Risiken.

KI ist in der Produktion angekommen – fünf Konsequenzen, die Unternehmen jetzt ziehen müssen

KI ist kein Pilotprojekt mehr. Laut dem aktuellen State of Application Strategy (SOAS) Report 2026 von F5, für den hunderte IT- und Security-Entscheider weltweit befragt wurden, betreiben 78 % der Unternehmen KI-Inferenz bereits selbst – im Schnitt mit sieben Modellen gleichzeitig. Doch während immer mehr Unternehmen KI aktiv in ihren Arbeitsalltag integrieren, stagnieren Governance, Sicherheit und operative Kontrolle. Was das konkret bedeutet – und was jetzt zu tun ist:

1. KI-Inferenz ist Infrastruktur und muss auch so behandelt werden

78 % der Unternehmen betreiben KI-Inferenz produktiv, im Schnitt mit 7 Modellen gleichzeitig.

Wer KI noch wie ein Experiment verwaltet, wird an Governance, Skalierbarkeit und Sicherheit scheitern. KI-Inferenz braucht dieselben Architekturen, Betriebsprozesse und Richtlinien wie jede andere geschäftskritische Anwendung, erst recht mit Blick auf den EU AI Act, der ab August 2026 vollständig gilt.

„KI-Inferenz ist keine neue Technologie mehr, sie ist operative Realität. Unternehmen, die das jetzt nicht in ihrer Infrastrukturstrategie verankern, werden später einen hohen Preis zahlen.“

– Chris Dercks, SVP CEE bei F5

2. Kontrolle schlägt Komfort: KI-as-a-Service ist keine tragfähige Strategie mehr

Nur noch 8 % der Unternehmen setzen ausschließlich auf öffentliche KI-Dienste.

Die überwiegende Mehrheit baut diversifizierte Modellportfolios auf – aus gutem Grund: Kosten, Verfügbarkeit und Compliance lassen sich nur steuern, wenn man die Infrastruktur selbst in der Hand hat. Unternehmen sollten jetzt prüfen, welche KI-Workloads wirklich in die eigene Umgebung gehören und eine einheitliche Strategie für Bereitstellung, Sicherheit und Governance über alle Clouds hinweg entwickeln.

„Multi-Model ist das neue Multicloud. Wer heute noch denkt, ein einziger KI-Anbieter reicht, denkt in Kategorien von gestern. Die eigentliche Herausforderung liegt im Betrieb – Routing, Fallbacks, Kostensteuerung, Compliance.“

– Chris Dercks

3. Prompts und Tokens sind die neuen Kontrollpunkte – Sicherheitsmodelle müssen nachziehen

88 % der Unternehmen waren bereits mit KI-spezifischen Sicherheitsproblemen konfrontiert.

Traditionelle Sicherheitsmodelle greifen für KI-Workloads nicht mehr. Der neue Perimeter liegt auf der Ebene von Prompts, Tokens und Identitäten, dort, wo Anfragen formuliert und Modellantworten gesteuert werden. Fast 29 % der Unternehmen sehen den Prompt-Layer bereits als wichtigsten Delivery-Mechanismus, 23 % priorisieren den Token-Layer. Wer KI absichern will, muss genau dort ansetzen.

„Prompt Injection, Jailbreaks, fragile KI-Supply-Chains – das sind keine theoretischen Risiken mehr. Unternehmen brauchen Governance-Strukturen, die über alle Schichten greifen, nicht nur an der Perimeter-Firewall.“

– Chris Dercks

4. Agentic AI braucht Identitäten – und klare Grenzen

98 % der Unternehmen bereiten sich auf Agentic AI vor oder setzen sie bereits ein.

Autonome KI-Agenten handeln im Namen von Nutzern und Systemen, sie greifen auf APIs zu, treffen Entscheidungen und initiieren Aktionen. Das macht sie zu einer neuen Klasse von Identitäten (Non-Human Identities), die nach denselben Prinzipien wie menschliche Nutzer behandelt werden müssen: mit eindeutigen Identitäten, Least-Privilege-Zugriffen, Token-Kontrolle und Laufzeitüberwachung.

„Ein KI-Agent ist kein Feature, er ist eine Identität mit Handlungsspielraum. Wer das nicht in seiner Sicherheitsarchitektur abbildet, öffnet eine Angriffsfläche, die sich mit klassischen Tools nicht schließen lässt.“

– Chris Dercks

5. Hybrid Multicloud ist Realität – einheitliches Management ist keine Option mehr

93 % der Unternehmen nutzen Multicloud, 86 % verteilen Anwendungen über hybride Multi-Cloud-Umgebungen.

KI-Workloads folgen dieser Verteilung und erhöhen die Komplexität weiter. Wer mit Silos und Insellösungen reagiert, verliert die Kontrolle über Kosten, Performance und Compliance. Der entscheidende Schritt: eine einheitliche Plattform, die konsistente Richtlinien, Sicherheit und Observability über alle Umgebungen hinweg sicherstellt.

„Hybrid Multicloud ist keine strategische Entscheidung mehr, es ist die operative Realität. Unternehmen, die jetzt nicht in einheitliche Kontrolle investieren, werden die Komplexität ihrer KI-Deployments nicht mehr beherrschen.“

– Chris Dercks

Über den F5 SOAS Report 2026

Der State of Application Strategy (SOAS) Report 2026 von F5 basiert auf den Antworten von hunderten IT- und Security-Entscheidern in Unternehmen weltweit. Er beleuchtet, wie sich KI-Inferenz, hybride Multi-Cloud-Architekturen und eine veränderte Bedrohungslandschaft auf Bereitstellung und Absicherung von Anwendungen auswirken. Den vollständigen Report finden Sie unter f5.com.

Über F5
F5, Inc. (NASDAQ: FFIV) ist das weltweit führende Unternehmen, das jede Anwendung bereitstellt und absichert. Gestützt auf drei Jahrzehnte Erfahrung hat F5 die branchenweit führende Plattform – die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP) – entwickelt, um jede App und jede API überall bereitzustellen und zu sichern: vor Ort, in der Cloud, am Netzwerkrand und in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen. F5 hat sich der Innovation und der Zusammenarbeit mit den größten und fortschrittlichsten Unternehmen der Welt verschrieben, um schnelle, verfügbare und sichere digitale Erlebnisse zu ermöglichen. Gemeinsam helfen wir uns gegenseitig, erfolgreich zu sein und eine bessere digitale Welt zum Leben zu erwecken. Weitere Informationen finden Sie unter f5.com.

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Von PRGateway