Invasive Amphibien, Reptilien und Vögel können außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete sehr schädlich für heimische Ökosysteme sein und gelten deshalb oft als gefährliche Bedrohung!
News zu nichtheimischen (gebietsfremden und zum Teil invasiven) und zu rückkehrenden Tierarten werden immer häufiger. Als invasiv gelten Tierarten dann, wenn sie mit menschlicher Hilfe in für sie neue Lebensräume gelangen, sie sich dort ausbreiten und das sich wiederum auf heimische Arten auswirkt – zum Beispiel, indem sie um Nahrung und Lebensräume konkurrieren. Im schlimmsten Fall können sie heimische Ökosysteme gefährden.
Allein in den USA sind etwa 50.000 nichtheimische Pflanzen- und Arten eingeschleppt worden und haben sich hier etabliert. Dazu zählen: Europäische Schweine, Stare & Sperlinge, asiatische Pythons & Insekten, südamerikanische Echsen & Ameisen und sogar Affen. Bereits im Jahr 2002 wurden vom National Research Council in den USA Schäden in der Land- und Forstwirtschaft durch invasive Arten auf bis zu 100 Mrd. US $ pro Jahr geschätzt. In einem „worstcase“-Szenario wurden für 15 weitere „Exoten“ zukünftig bis zu 134 Mrd. US $ mögliche durchschnittliche jährliche Schäden geschätzt.
In Kolumbien gibt es eine freilebende Population von „Nilpferden“, die das dortige Ökosystem durcheinander bringt und auch aus Australien und Neuseeland wird von der Gefährdung der einzigartigen heimischen Fauna & Flora durch eingeschleppte invasive Tierarten berichtet.
Große Probleme in dieser Hinsicht bereiten in Deutschland der Waschbär und der Ochsenfrosch, die beide aus Nordamerika stammen. Neuerdings macht in Deutschland auch der eingewanderte Goldschakal von sich Reden, der erst jüngst auf Sylt mehr als einhundert Schafe und Lämmer riss.
Insbesondere in Deutschlands Süden (Bayern, Baden-Württemberg) beeinträchtigen eingewanderte oder eingeschleppte Insekten schon jetzt in starkem Maße die Rüben-, Kartoffel- und Maisernte – auch Frankreich beklagt hohe Kosten durch invasive Schädlinge der Primärproduktion (in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei).
Die freilebenden Kängurus bei Paris sind dagegen eine Touristenattraktion – ebenso wie in Deutschland die freilebenden Flamingos (NRW) und Nandus (Mecklenburg).
Neue interessante Bücher zu invasiven Tierarten:
a) Buch zu Überblick invasive Amphibien und Reptilien von Harald Hildebrandt
b) Buch zu Überblick invasive Vögel von Dr. Harald Hildebrandt
Heimische Tierwelten werden auch durch invasive Amphibien und Reptilien bedroht. Die Arten
– Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus) und
– Braune Nachtbaumnatter (Boiga irregularis)
gelten als weltweit größte Kostenverursacher unter den invasiven Amphibien und Reptilien. Auch die Arten
– Aga-Kröte (Rhinella marina),
– Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans),
– Höhlen-Pfeiffrosch (Eleutherodactylus coqui),
– Dunkler Tigerpython (Python bivittatus),
– Afrikanischer Krallenfrosch (Xenopus laevis) sowie
– Grüner Leguan (Iguana iguana)
sind außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete sehr schädlich für heimische Ökosysteme und werden deshalb als weitere sehr gefährliche Neozoen angesehen!
Die Braune Nachtbaumnatter hatte nach ihrer Einschleppung auf Guam die meisten Vogelarten und andere Kleintiere „verschwinden lassen“. Das wiederum bedroht auch die Flora, da Vögel für einen großen Teil der Pflanzen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung ihrer Samen spielen.
Aga-Kröte, Nordamerikanischer Ochsenfrosch und Afrikanischer Krallenfrosch gefährden mit ihrer außerordentlichen Gefräßigkeit, Ochsen- und Krallenfrosch darüber hinaus auch als Überträger von für Amphibien tödlichen Chytridpilzen, gegen die sie selbst immun sind!
Heimische Tierwelten werden aber auch durch invasive Vögel bedroht. Die Arten
– Hirtenmaina (Acridotheres tristis)
– Rotsteißbülbül (Pycnonotus cafer)
– Gemeiner Star (Sturnus vulgaris )
zählen zu den .den „100 of the World’s Worst Invasive Alien Species“.
Auch die Arten
– Nilgans (Alopochen aegyptiacus)
– Kanadagans (Branta canadensis)
– Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis)
– Heiliger Ibis (Threskiornis aethiopicus)
– Glanzkrähe / Hauskrähe (Corvus splendens)
– Mönchssittich (Myiopsitta monachus)
– Halsbandsittich (Psittacula krameri)
– Haussperling (Passer domesticus)
– Rotohrbülbül (Pycnonotus jocosus)
– Chinabülbül (Pycnonotus sinensis)
– Felsentaube / Haustaube / Stadttaube (Columba livia)
– Türkentaube (Streptopelia decaocto)
können außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete schädlich für heimische Ökosysteme sein und werden deshalb auch oft als weitere gefährliche Neozoen angesehen!
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Dr. Harald Gerhard Hildebrandt
Herr Dr. Harald Gerhard Hildebrandt
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