Rückenwind beim Immobilienwechsel: Wie der Sanierungsfahrplan Eigentümern und Käufern Planungssicherheit gibt

Der energetische Zustand von Bestandsimmobilien bestimmt heute auch deren Marktwert. Das Thema „Individueller Sanierungsfahrplan“ führt bei vielen Eigentümern und Käufern noch zu großer Unsicherheit.

BildDie Experten von Blumenauer Immobilien bringen Licht ins Dunkel und erklären, warum der Fahrplan weit mehr ist als nur ein bürokratisches Dokument – nämlich ein entscheidendes Werkzeug für eine erfolgreiche Immobilientransaktion.

Wer heute eine Bestandsimmobilie verkaufen oder erwerben möchte, kommt an Fragen zur Energieeffizienz nicht mehr vorbei. In den Beratungsgesprächen von Blumenauer Immobilien taucht ein Begriff derzeit ständiger auf: der „individueller Sanierungsfahrplan“ (iSFP). Dabei handelt es sich um eine von Energieberatern erstellte, maßgeschneiderte Roadmap für bestehende Wohngebäude. Sie zeigt Schritt für Schritt auf, wie ein Haus energetisch fit für die Zukunft gemacht werden kann. Das gilt für das klassische Einfamilienhaus ebenso wie für größere Mehrfamilienhäuser. Neubauten oder reine Gewerbeimmobilien sind von diesem Instrument ausgeschlossen.

Ein finanzieller Turbo für den Käufer

Für Kaufinteressenten erweist sich der Sanierungsfahrplan oft als echter Glücksfall in der Finanzierungskalkulation. Wer Sanierungsmaßnahmen anpackt, die im iSFP verankert sind, reizt die staatliche Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) optimal aus. Der Staat belohnt den strukturierten Ansatz mit einem iSFP-Bonus von zusätzlichen 5 Prozent Förderung auf Einzelmaßnahmen wie den Fenstertausch oder die Fassadendämmung. Noch schwerer wiegt jedoch die Verdopplung des Förderdeckels: Ohne den Fahrplan sind pro Wohneinheit und Jahr maximal 30.000 Euro an Investitionskosten förderfähig. Liegt der iSFP vor, verdoppelt sich dieser Rahmen auf 60.000 Euro. Das senkt die Sanierungskosten massiv und verbessert die Konditionen beim Bankgespräch.

Schutz vor pauschalen Preisabschlägen

Auf der Verkäuferseite herrscht oft die Sorge, dass eine ältere Immobilie nur noch mit drastischen Preisabschlägen zu veräußern ist. Tatsächlich neigen Käufer in der aktuellen Marktlage dazu, bei energetischem Nachholbedarf pauschale Risikobeträge vom Kaufpreis abzuziehen – oft aus Angst vor dem Unbekannten.

Hier setzt die Strategie der Immobilienexperten an: „Ein bereits vorliegender iSFP nimmt das Rätselraten komplett aus dem Spiel“, erklärt Timothy Blumenauer von BLUMENAUER Immobilien, „Wer als Verkäufer dem Interessenten diesen Fahrplan proaktiv vorlegt, schenkt ihm wertvolle Planungssicherheit. Wenn ein Käufer schwarz auf weiß sieht, was zu tun ist, was es konkret kostet und wie stark der Staat die Sanierung subventioniert, schützt das den Verkäufer effektiv vor unberechtigter Preiseinschätzung. Der iSFP wird so zum starken Argument in der Preisverhandlung.“

Freiwillige Roadmap statt gesetzlicher Zwang

Ein weit verbreiteter Mythos besagt zudem, dass ein iSFP den Käufer zu einer sofortigen Sanierung zwingt. Hier geben die Experten Entwarnung: Der Fahrplan ist eine rein freiwillige Empfehlung. Es besteht kein rechtlicher Zwang, die Vorschläge jemals umzusetzen. Wer die finanziellen Boni nutzen möchte, hat dafür extrem viel Spielraum, denn die Sanierungsschritte bleiben in der Regel bis zu 15 Jahre lang gültig.

Davon unberührt bleiben lediglich die allgemeinen gesetzlichen Mindestpflichten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bei einem Eigentümerwechsel, wie etwa die Dämmung der obersten Geschossdecke innerhalb von zwei Jahren. Doch selbst hierbei dient der iSFP als perfekter Wegweiser, um diese Pflichten mit maximaler staatlicher Unterstützung zu erfüllen. Am Ende schafft der Fahrplan genau das, was der aktuelle Markt am dringendsten braucht: Transparenz und Vertrauen für beide Seiten.

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