Pflegeroboter im Fokus: Mehr als 500 Senioren äußern sich zur Zukunft der Pflege – mit überraschend offener, aber klar abgegrenzter Haltung gegenüber Technik.

BildHannover, 23. April 2026. Mit Blick auf die laufende Hannover Messe und die dort vorgestellten Entwicklungen in Robotik und Künstlicher Intelligenz zeigt eine aktuelle Umfrage der Senioren Community Feierabend.de ein differenziertes Bild zur Akzeptanz von Pflegerobotern. Mehr als 500 ältere Menschen haben sich an der Befragung beteiligt.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass viele Senioren technischen Lösungen in der Pflege grundsätzlich offen gegenüberstehen, sofern diese als Unterstützung verstanden werden. Zugleich gibt es deutliche Vorbehalte gegen einen Einsatz, bei dem menschliche Zuwendung in den Hintergrund tritt oder ganz ersetzt wird.

Auch eine zweite thematisch verwandte Umfrage innerhalb der Community bestätigt dieses Bild. Demnach wird Technik von vielen Befragten akzeptiert, wenn sie körperlich entlastet und den Pflegealltag erleichtert. Als Ersatz für persönliche Ansprache, emotionale Nähe und zwischenmenschlichen Kontakt wird sie jedoch mehrheitlich nicht gesehen.

In den Kommentaren der Teilnehmer wird diese Haltung konkret. Einige sehen in Pflegerobotern eine sinnvolle Hilfe etwa beim Heben, Tragen oder bei anderen körperlich belastenden Tätigkeiten. Andere äußern die Sorge, dass mit dem Einsatz von Maschinen soziale Isolation zunehmen könnte.

„Die Ergebnisse zeigen, dass ältere Menschen neuen Technologien durchaus offen begegnen, wenn sie einen erkennbaren praktischen Nutzen haben“, sagte Alexander Wild, Gründer und Geschäftsführer von Feierabend.de. „Gerade in der Pflege bleibt für viele aber entscheidend, dass Technik den Menschen unterstützt und nicht ersetzt. Menschliche Nähe und persönliche Zuwendung sind durch Maschinen nicht zu ersetzen.“

Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels in der Pflege gewinnt die Debatte über technische Assistenzsysteme weiter an Bedeutung. Die Umfragen von Feierabend.de legen nahe, dass Akzeptanz vor allem dort entsteht, wo Technik als ergänzendes Werkzeug verstanden wird.

Technik ja, Ersatz für Nähe nein

Die Diskussion über den Einsatz von Robotik in der Pflege spiegelt damit auch eine gesellschaftliche Grundhaltung wider: Offenheit für Innovation ist vorhanden, solange der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Gerade ältere Menschen wünschen sich demnach Lösungen, die den Alltag erleichtern, ohne persönliche Beziehungen zu verdrängen.

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